Die schmutzigsten Orte im Haushalt Die schmutzigsten Orte im Haushalt

Die schmutzigsten Orte im Haushalt

In diesem Tipp geht es beim Thema Schmutz um Bakterien. Genauer gesagt um schädliche Bakterien. Schlamm oder Finderabdrücke auf Glasscheiben und ähnliches sind hier also nicht unter Schmutz zu verstehen. Im Haushalt gibt es einfache Möglichkeiten, die Bakterienbelastung gering zu halten. Einen keimfreien Haushalt kann es übrigens nicht geben. Es geht wie auch bei der Desinfektion darum, die Zahl der Keine so gering zu halten, dass sie nicht schädigen können oder bestimmten Keimen, die auch in kleinen Kolonien schädlich sind keinen Nährboden zu bieten. Nahezu alle Oberflächen werden früher oder später auch von unterschiedlichen Bakterien besiedelt. Man kann es mit der sogenannten Reinlichkeit aber auch übertreiben. Mehr dazu finden Sie unter übertriebene Hygiene.

Bakterien und Schimmel können gefährliche Krankheiten auslösen. Pilzinfektionen, Atembeschwerden, Asthma oder Allergien gehören dabei zu den häufigsten Erkrankungen.

Auch wenn unter jedem Kapitel ein Link zu einem geeigneten Reinigungsprodukt zu finden ist, benötigen Sie keinesfalls alle diese Reiniger für Ihren Haushalt. Am Ende dieses Beitrages finden Sie eine Übersicht und Empfehlung, mit welchen Mitteln Sie die hier erwähnten verkeimten Orte sauber halten können.

Hier sind nun die 12 schmutzigsten Stellen in Haus und Wohnung

Wir starten mit Platz 12 und enden mit der am stärksten durch Keime belasteten Stelle. Die Überraschung: Die Toilette ist unter den Top Zwölf der am wenigsten verkeimte Ort in der Wohnung.

Platz 12: Keime auf der Klobrille

Der Toilettensitz ist durchschnittlich mit rund 200 Mikroorganismen pro Quadratzentimeter belastet. Um ein Gefühl für diese vergleichsweise geringe Keimzahl zu bekommen: Auf der Haut des Menschen teilen sich je nach Körperregion bis zu 2.000.000 Keime den gleichen Platz.

Bakterien lieben meist en feuchtwarmes Klima. Auf der Klobrille ist es aber fast immer trocken und nur kurzzeitig warm und feucht. Außerdem ist die Klobrille in den meisten Haushalten der am häufigsten gereinigte Gegenstand. Etwas mehr Keime aber auch nicht in bedenklicher Konzentration findet man auf dem Knopf, mit dem die WC-Spülung betätigt wird. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass erstens die Spülung vor dem Händewaschen betätigt wird und zweitens, dass die Klobrille deutlich häufiger gereinigt wird als der Spülknopf.

Platz 11: Keime in Duschköpfen

Die Zahl der Keime in Duschköpfen ist nicht so beeindruckend wie bei Kühlschränken oder Schwämmen. Mit ca. 10.000 Keimen je ml Wasser klingt die gemessene Keimzahl nicht besonders beeindruckend. Allerdings gibt es zwei Fakten, die das Problem verstärken: Erstens sind die im Duschkopf festgestellten Bakterien sehr schädlich für Menschen und zweitens ist desinfizieren nicht nur zwecklos, sondern beschleunigt das Bakterienwachstum noch. Es gibt aber auch eine gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Mit zwei einfachen Verhaltensweisen kann man das Problem umgehen. Da sich die Bakterien im Duschkopf sammeln, werden Sie auch herausgespült. Die erste Regel lautet daher, den ersten Strahl der Dusche nicht auf den Körper und schon gar nicht ins Gesicht laufen zu lassen. Zweitens sterben auch diese Bakterien bei hohen Temperaturen. Wenn Sie die Dusche also mit heißem Wasser (über 60°C) laufen lassen, töten Sie die Bakterien ab.

Platz 10: Schneidebretter aus Plastik und aus Holz

Die Keimzahl ist bei Schneidebrettern natürlich abhängig davon, was auf ihm geschnitten wurde. Fleisch ist problematischer als Obst usw. Bei einem Test wurden ca. 40.000 Keime pro cm² gefunden. Viel entscheidender ist, ob sich diese relativ wenigen Bakterien dann weiter vermehren. Lange Zeit hat sich ein Irrtum durchgesetzt und ist wie dies bei vielen populären Irrtümern der Fall ist immer noch häufig anzutreffen. Der Irrtum besteht darin, dass Plastikbretter hygienischer seien als Holzbretter.

Das stimmt aus mehreren Gründen nicht:

Reinigungsmittel für Schneidebretter aus Holz: Essig, Zitronensaft und heißes Wasser mit Spülmittel.

Tipp: Am besten ist es, wenn Sie mindestens zwei oder mehr Schneidebretter besitzen. Verwenden Sie das Schneidebrett auf dem Sie Fleisch oder Fisch schneiden nicht für andere Lebensmittel wie Salat, Rohkost usw. die später nicht erhitzt werden. Ansonsten geraten die im Fleisch vorhandenen Bakterien wie Salmonellen lebend auf dem Teller.

Platz 9: Keime auf der Computer-Tastatur

Die Tastaturen von Computern sind dicht besiedelt von Bakterien. Das liegt nicht allein an den vielen Berührungen mit den Händen. Neben den Keimen von den Fingern und den Hautschuppen, die jeder ständig verliert landen auch Nasenschleim vom Niesen, Speichel, Lebensmittelreste vom Essen am Computer und Staub auf der Tastatur. Besonders in den Fugen um die Tasten herum siedeln sich massiv viele Keime schnell an. Die Tastatur bringt es auf rund 100.000 Keime je cm². Hier sind auch gefährliche Keime wie Staphylokokken dabei. Weil wegen ungereinigter Hände auch viele Fäkalbakterien auf Tastaturen nisten, gehört die Tatstatur auf jeden Fall zu den Ekel-Stellen im Haushalt. Für gesunde Benutzer droht aber in der Regel keine Gesundheitsgefahr. Am besten säubert man Tatstaturen mit speziellen Desinfektionsmitteln.

Das gleiche gilt für Hörer und Tasten von Telefonen und für Fernbedienungen.

Platz 8: Knöpfe am Elektroherd

Die Regler an Elektroherden und Backöfen werden häufiger als andere Gegenstände mit Lebensmittelrückständen an den Fingern berührt. Soßenreste, nahrhaftes Mehl, Eiweiß, Fruchtzucker und andere Nahrung für Keime sammeln sich auf den Reglern des Küchenherdes. Wieder eine Stelle, die warm, feucht und nahrhaft ist und gleichzeitig sehr selten gereinigt wird. Diese Voraussetzungen machen die Einstellknöpfe des Herdes zu einem der Top-Kandidaten der schmutzigsten Orte im Haushalt: Rund 200.000 Keime je Quadratzentimeter sind bereits festgestellt worden.

Bei einigen Küchenherden kann man die Regler einfach abschrauben und dann gründlich reinigen. Auf Dauer schadet das aber meist den aufgedruckten Gradzahlen und Einteilungen. Empfehlenswert ist es daher, die Knöpfe regelmäßig abzuwischen und hin und wieder mit Desinfektionsspray zu behandeln.

Platz 7: Bakterien am Waschbecken-Abfluss

Die längerfristige Feuchtigkeit am Abfluss von Waschbecken lässt sich nicht vermeiden. Selten ist es dort aber länger warm. Diese Bedingungen reichen vielen Keimen aber schon um sich kräftig zu vermehren. Rund 400.000 Bakterien pro Quadratzentimeter findet man durchschnittlich am Waschbeckenabfluss.

Platz 6: Keime auf Arbeitsplatten

Die Keimbildung auf Arbeitsplatten in der Küche gibt hängt wesentlich von drei Faktoren ab: Material und Lebensmittel.

Erstens ist das Material der Arbeitsplatte entscheidend. Arbeitsplatten aus Naturstoffen besitzen Poren und lassen den Keimen daher mehr Möglichkeiten. Bei Holz gibt es aber Sorten, die durch ihre Gerbsäuren selbst in der Lage sind, das Bakterienwachstum zu reduzieren. Kunststoffoberflächen bieten den Bakterien eine gute Lebensgrundlage, wenn sie verkratzt sind. Marmor ist Kalkhaltig und reagiert sehr empfindlich auf Säure. Die Arbeit mit Zitronen, Apfelsinen, Essig und anderen natürlichen Säuren kann den Marmor porös machen. Dann ist er anfälliger für die Besiedelung mit Bakterien.

Zweitens ist im Abtropfwasser und auch im Tauwasser von Fleisch und Fisch mit wesentlich mehr Keimen zu rechnen als bei der Bearbeitung von Obst und Gemüse. Solche Flüssigkeiten sollten immer aufgefangen werden und nach Möglichkeit nicht mit der Arbeitsplatte in Verbindung kommen.

Arbeitsplatten kommen aber in der Praxis nicht nur mit Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, ungewaschenem Gemüse und Obst in Berührung. Die freien Flächen werden zur Ablage unterschiedlicher Gegenstände verwendet. Das Abstellen von Handtaschen die an der Unterseite oft mit Bakterien dicht besiedelt sind gehört noch zu den vergleichsweise geringeren Übeln. Geputzte Straßenschuhe, Mobiltelefone, Portemonnaies, kleine Haustiere und vieles mehr findet auf Küchen-Arbeitsflächen zeitweise Platz.

Je nach Pflegezustand können die Keimzahlen auf der Arbeitsplatte sehr stark schwanken. Die Arbeitsfläche gehört in jedem Fall zu den wenigen Dingen, die regelmäßig nach der Benutzung gereinigt werden sollten. Für diese Bedarfsreinigung reichen heißes Wasser mit Hand-Geschirrspülmittel aus. Für eine gründlichere wöchentliche Reinigung nach der Arbeit mit Fleisch ist eine desinfizierende Reinigung empfehlenswert.

Platz 5: Bakterien in der Küchenspüle

Anders als am Waschbeckenabfluss gibt es in der Küchenspüle oft noch Nahrhaftes auf denen auch Keime prächtig gedeihen können. Es ist fast immer feucht und auch viel länger warm. Oft pumpt auch eine Spülmaschine ihr warmes Abwasser in den Siphon des Spülbeckens, wodurch auch der Abfluss immer wieder aufgewärmt wird. Die Essensreste, die in den Abfluss gelangen werden nicht sofort und restlos durch Siphon in die Kanalisation gespült. Vieles bleibt unter dem Rand des Ablaufs und an den Wandungen des Siphons als „Nahrungsvorrat“ für die Bakterien zurück. Je nachdem, was alles in die Spüle gekippt wird und wie oft sie gereinigt wird, können dort bis zu 1.000.000 Bakterien auf einem Quadratzentimeter leben.

Keime am Küchen-Wasserhahn:Der Wasserhahn an der Küchenspüle ist auch oft mit Keimen belastet. Eine Hauptquelle für Keime sind dabei die Hände, wenn man mit rohen Eiern, rohem, Fleisch oder feuchten Salaten aus der Tüte usw. gearbeitet hat. Allerdings treten hier meist keine hoch bedenklichen Bakterien-Konzentrationen auf.

Platz 4: Keime im Bio-Abfalleimer

Der Bio-Müll in der Küche ist ein Sonderfall. Zwar gibt es auch hier sehr viele Keime, jedoch sind Schimmelsporen das weitaus größere Problem. Warme Lebensmittel fördern die Schimmelbildung in Windeseile. Noch größer ist das Problem bei den Biotonnen, die draußen in der Wärme stehen. Beim Öffnen des Deckels werden pro Quadratmeter Luft in weniger als einer Sekunde rund 5 Millionen Schimmelsporen in die Atemluft geschleudert. Für gesunde Menschen ist das aber auch kein Problem. Die Maden in den Biotonnen bilden sich vorwiegend auf Fleischabfällen.

Tipp: Verwenden Sie in der Küche keine Retro-Mülleimer bei denen man den Deckel mit der Hand anheben muss. Treteimer und Einbau-Mülleimer sind hygienisch die bessere Wahl.

Platz 3: Bakterien im Kühlschrank

Bakterien fühlen sich bei Wärme wohl. Warum ist der Kühlschrank dann ein Problem? Die Antwort ist recht einfach. Die Temperatur im Kühlschrank kann die Keime nicht abtöten. Sie vermehren sich nur langsamer. Dafür werden die Bakterien von uns selbst immer wieder aufgefüllt. Die Keime gelangen nämlich mit den Lebensmitteln in den Kühlschrank.

Die Vermehrung der Keime im Kühlschrank beschleunigt sich ab einer Temperatur von ca. 7°C schnell. Um das Keimwachstum gering zu halten ist eine Temperatur von 5°C im Kühlschrank empfehlenswert. Die Fläche mit den meisten Keimen ist die Rückwand, an der das Tauwasser herunterläuft. Dies ist gleichzeitig auch die Stelle im Kühlschrank, die am wenigsten gereinigt wird. Von dort aus ist der Weg zu den Lebensmitteln nur noch kurz. Über 10.000.000 (10 Millionen) Keime pro Quadratzentimeter auf Lebensmitteln im Kühlschrank sind dann keine Seltenheit. Der Kühlschrank ist aus diesem Grund einer der wenigen Orte, die man regelmäßig, am besten wöchentlich reinigen sollte. Verschimmelte Lebensmittel müssen sofort entsorgt werden. Auch danach muss der Kühlschrank gereinigt werden. Vergessen Sie dabei auch nicht den Griff, an dem Sie den Kühlschrank öffnen.

Platz 2: Schimmelpilze und Keime in Badezimmerfugen

Die Silikonfugen in Badezimmern stehen sogar auf Platz 1 wenn man die Zahl der Keime und Schimmelsporen zusammenrechnen würde. Im Laufe der Zeit sammeln sich dort viele der kleinen Lebensformen an. Es handelt sich und ein Gemisch aus Schimmel und Bakterien. Man kann davon ausgehen, dass ca. 70 Prozent der Silikonfugen in im Badezimmer von Keimen und Sporen besetzt sind. Die Abdichtungen im Bad gehören daher zu den schmutzigsten Orten im ganzen Haushalt.

Die Fugen reinigt man am besten mit heißem Wasser, Essigreiniger und bei einer Grundreinigung auch mal mit Fungiziden und Desinfektionsmittel.

Platz 1: Keime in Schwamm und Lappen

300 Millionen Keime pro Gramm Spülschwamm, 150 Millionen Keime in einem Milliliter Wasser, welches man aus dem Spüllappen auswringt usw. So und ähnlich lauten die Horrornachrichten zum schmutzigsten Ort im Haushalt. Leider ist es wahr. Die gute Nachricht ist aber, dass man diese Bakterien-Flut schon mit wenigen und einfachen Regeln eindämmen kann.

Tatsächlich sind Spülschwamm, Spülbürste, Spültuch und Geschirrtuch die größten Brutstätten für Bakterien. Innerhalb von wenigen Stunden können Millionen von Bakterien entstehen. Das liegt vor allem daran, dass Lappen und Schwämme immer etwas feucht sind. Wenn Sie dann noch zusammengeknubbelt abgelegt werden, vermehren sich die Keime unmittelbar und explosionsartig. Die meist noch anhaftenden Essensreste bilden ebenfalls eine gute Grundlage für die Bakterienzucht. Schlimm ist es nun, wenn man mit diesen Lappen und Schwämmen in der Küche wischt. Arbeitsplatten, Schneidebretter, Griffe von Schubladen usw., alles wird mit Bakterien übersäht.

Ein Problem sind auch die Geschirrtücher. Tatsächlich werden sie nämlich für viele andere Zwecke benutzt. Es wird damit gewischt, die Hände nach dem Arbeiten mit dem nassen Schwamm abgetrocknet usw. Auf diese Weise entstehen auch in den Geschirrtüchern schnell eine große Zahl von Bakterien. Außerdem werden die Geschirrtücher oft nicht heiß genug gewaschen. Mind. 60°C muss die Waschtemperatur für Geschirrtücher betragen, damit sie anschließen desinfiziert sind.

Noch mehr Verstecke von Bakterien und Schimmel-Sporen im Haushalt

Keime und Schimmel in der Kaffeemaschine

Früher war Kaffeekochen hygienisch. Einwegfilter im Filterbehälter auf die Kaffeekanne stellen, kochendes Wasser aus dem Topf aufschütten und durchlaufen lassen. Der Filter landet im Müll, der Topf ist heiß und trocken, Die Kanne wird nach der Benutzung gespült. Bakterien finden da nur wenig Möglichkeiten, sich anzusiedeln und zu vermehren.

Ganz anders ist dies bei Kaffeeautomaten. Bakterien leben dort, wo es feucht und warm ist. Wenn es dann noch Nährstoffe gibt, beschleunigt das die Besiedelung noch mal deutlich. Kaffeeautomaten liefern alles, was Keime und auch Schimmelpilze zum Leben benötigen.

Das sind die Hauptursachen für Bakterien und Schimmel in Kaffeeautomaten:

Zur Beruhigung kann allerdings auch die Nachricht beitragen, dass wissenschaftlich bestätigt ist, dass die Verkeimung in Kapselautomaten und Kaffeemaschinen in der Regel nicht gesundheitsschädlich ist.

Gesundheitlich ist die Keimbelastung bei Kaffeeautomaten eher unbedenklich:

In den Maschinen halten sich unterschiedliche Bakterienarten auf. Es ist daher nicht so, dass eine Art eine besonders starke Belastung erzeugen kann. Bis zu 67 verschiedene Bakteriengattungen wurden bei entsprechenden Tests gefunden. Für gesunde Menschen mit normalem Immunsystem ist auch laut Colin MacKenzie, dem Professor für Mikrobiologie an der Uniklinik Düsseldorf im Prinzip „Entwarnung“ möglich. Einige der Bakterien, die auf Kaffeeautomaten festgestellt wurden gehören z.B. zur natürlichen Darmflora des Menschen. Andere können im Prinzip Lungenentzündungen verursachen, allerdings vorwiegend wie immungeschwächten Menschen. Immunschwache Menschen sollten daher mehr auf Hygiene achten als gesunde Personen. Wer seine Kaffeemaschine sauber hält, muss nicht damit rechnen, das die gefährlichen Bakterien sich überhaupt ansiedeln.

Ungesund wird es demnach nur, wenn man die Pflege und Reinigung der Kaffeemaschine extrem vernachlässigt. In solchen Fällen können auch gesunde Menschen Probleme mit der Keim- und Schimmelbelastung bekommen. Ansonsten kann man es so auf den Punkt bringen: ekelig aber nicht schädlich. Wenn allerdings der Ekel bei Ihnen überwiegt, empfehlen wir die Umstellung auf die alte Methode des Kaffeekochens mit Einwegfilter und kochendem Wasser aus dem Topf.

Wie kann ich die Kaffeemaschine hygienisch reinigen:

Den schnellen Kaffee aus der Kapsel erkauft sich der Kunde entweder mit einem gewissen Pflegeaufwand oder mit einer verkeimten Kaffeemaschine. Unter Hygieneregeln in der Küche erfahren Sie, wie Sie die Kaffeemaschine hygienisch sauber halten.

Duschvorhänge

Haben Sie schon mal den leicht schmierigen Film am unteren Ende des Duschvorhangs bemerkt? Falls Sie das für Seifenreste halten, liegen Sie falsch. Es handelt sich um den sogenannten Biofilm, der aus einer Quicklebendigen Schicht von Bakterienstämmen besteht. Wie so oft ist das warm-feuchte Klima an auch an dieser Stelle im Haushalt für die Keimbelastung verantwortlich.

Griffe an Küchengeräten und Schränken

Bakterien können sich dort gut ansammeln, wo es warm und feucht ist. Wichtig für die erfolgreiche Vermehrung der Keime ist aber auch, dass die Stellen nicht regelmäßig oder gründlich genug gereinigt werden. Diese Bedingungen finden Bakterien z.B. an vielen Griffen. Wasserkocher, Kaffeekannen, Schrankgriffe in der Nähe zum Kochfeld gehören zu diesen, bei der Hygiene oft vernachlässigten Orten. Mancher Griffe an Wasserkochern weisen daher deutlich mehr Keime auf als PC-Tastauren.

Zahnbürstenhalter und Zahnbecher

Ständig etwas feucht. Das ist das Klima von Zahnputzbechern und Zahnbürsten-Halterungen. Diese werden aber nur extrem selten gereinigt. Dadurch sind sie perfekter Ort für Keime. Kolibakterien und Staphylokokken gehören unter anderem zu den Bewohnern der Zahnbürstenhalterung. Am besten stellt man die Halterung oder Zahnputzbecher mind. einmal wöchentlich in die Spülmaschine. Oder Reinigen Sie die Halterung mit einem desinfizierenden Mittel.

Dunstabzugshaube

Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Anzahl der Keime auf Dunstabzugshauben durchschnittlich hoch ist, die Anzahl unterschiedlicher Keime aber außergewöhnlich hoch ist. Die bakterielle Artenvielfalt wird offenbar durch die Luftströmungen begünstigt. Die Bakterien werden in der Umgebung der Dunstabzugshauben verwirbelt und lassen sich und bleiben an diesem, oft lange nicht gereinigten Ort sitzen. Dort vermehren sie sich Dank Feuchtigkeit und Wärme munter weiter.

Hochstuhl

Hochstühle für Kleinkinder sollten genauso oft gereinigt werden wie die Arbeitsplatte in der Küche nämlich nach jeder Benutzung.

Türklinken, Lichtschalter & Co

Wie alles, was alleshäufig und von unterschiedlichen Menschen berührt wird, sind auch auf Türklinken, Lichtschaltern, Griffen, Hebeln und Knöpfen reichlich Keime zu finden. Beim Reinigen werde Sie oft vergessen.

Haustiere

Hunde, Katzen Kleintiere wie Meerschweinchen und Wellensittiche sorgen auch für eine Keimbelastung im Haushalt. Wichtig ist, dass sowohl der Futternapf als auch die Schlafstelle, immer gründlich gereinigt werden. Decken und andere Gegenstände, mit denen die Tiere häufig Kontakt haben, müssen so heiß wie möglich, mindestens aber bei 60°C gewaschen werden, damit sie nach der Wäsche keimfrei sind. Futternapf und andere Behälter, die mit Tiernahrung in Kontakt kommen, müssen nach der Benutzung ebenfalls bei mindestens 60°C gereinigt werden.

Noch mehr?

Wenn Sie den Beitrag gelesen haben, bekomme Sie ein Gefühl dafür, wo die Bakterien sich wie stark vermehren. Sie wissen dann selbst, dass Dosenöffner, Messerblöcke, Haustierspielzeug und viele andere Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, aber selten gereinigt werden ebenso verkeimen wie warm-feuchte Stellen.

Weitere Tipps finden Sie unter Hygieneregeln in der Küche.



Weitere Themen die Sie interessieren könnten: