Pfefferspray
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Pfefferspray: Was ist legal und was sollten Sie beim kaufen beachten?

Pfefferspray sprühen

Pfefferspray bietet effektiven Schutz in unsicheren Situationen. In der dunklen Jahreszeit kann der Heimweg schon mal beängstigend wirken. Aber auch bei nächtlichen Spaziergängen, beim Joggen oder in Konfrontationen mit aggressiven Hunden, benötigt man die Sicherheit sich schützen zu können.

Bei uns finden Sie verschiedene Ausführungen von Pfeffersprays. Darunter Sprays mit Strahl, Nebel und Gel, sowie Pfefferspray-Pistolen und passende Holster für eine optimale Handhabung. Die richtige Auswahl und Anwendung von Pfefferspray kann entscheidend sein, um Angreifer effektiv abzuwehren und sich und seine Lieben zu schützen.

Außerdem möchten wir Sie über die gesetzlichen Regelungen, wie das Mitführen und das Verwenden von Pfefferspray aufklären.

In Deutschland ist der Besitz und das Mitführen von Pfefferspray unter bestimmten Bedingungen legal. Spezifisch sind Pfeffersprays, die explizit für die Tierabwehr gekennzeichnet sind, von den Einschränkungen des § 40 (Verbotene Waffen) sowie der Anlage 2 (1.3.5), welche bestimmte Waffentypen betrifft, ausgenommen.

Pfeffersprays, die als Tierabwehrspray gekennzeichnet sind, dürfen in Deutschland verkauft und mitgeführt werden. Sie dürfen nicht für den Einsatz gegen Menschen beworben werden. Die Nutzung gegen Menschen ist nur in Notwehrsituationen gestattet.

Für Pfeffersprays, die als Tierabwehr gekennzeichnet sind gilt:

1* Für ein Pfefferspray das als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist gibt es keine Alterseinschränkung. Diese Pfeffersprays fallen nicht unter das Waffengesetz. Die Alterseinschränkung bezieht sich laut Waffengesetz nur auf so genannte Reizstoffsprühgeräte. Dies sind z.B. solche, die mit dem Wirkstoff CS versehen sind und für den Einsatz gegen Menschen zugelassen sind. Diese Abwehrsprays unterliegen einer Altersbeschränkung von 14 Jahren.

2* Es gibt Ausnahmen, bei denen Tierabwehrsprays nicht mitgeführt werden dürfen. Versammlungen, die unter das Versammlungsgesetz fallen, sind ein Beispiel dafür. Meist handelt es sich um Demonstrationen. Dort und auf dem Weg dorthin und auf dem Rückweg ist das Führen von Pfeffersprays, die als Tierabwehrspray deklariert sind, verboten und wird als Verstoß gegen das Waffenverbot geahndet. Weitere Beispiele sind Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Konzerte. Auch im Flugzeug und an Bord der meisten großen Passagierschiffe sind Pfeffersprays verboten.

Diese Regelung unterscheidet sich von den Gesetzen in Österreich, Frankreich und der Schweiz. In der Schweiz beispielsweise sind bestimmte Pfeffersprays, wie das Strahl- und das Nebelspray von Ballistol, auch für den Einsatz gegen Menschen offiziell zugelassen und registriert. Erkennbar ist dies an einer speziellen Zulassungsnummer. Österreich erlaubt generell die Verwendung von Pfeffersprays zur Selbstverteidigung.

Besonders streng sind Pfeffersprays in den Niederlanden, Belgien, Griechenland, Norwegen und weiteren Staaten reglementiert. Hier finden Sie eine Übersicht zu den Bestimmungen verschiedener Länder.

Pfefferspray im Alltag: wann und wie Sie es mitführen dürfen

In Deutschland ist also nur der Erwerb und das Mitführen von, als Tierabwehrspray ausgewiesenen Pfeffersprays erlaubt. Sie dürfen diese klassischen Spraydosen, zum Beispiel zur Hundeabwehr, verdeckt oder offen tragen bzw. mitführen. Bei einer Pfefferspray-Pistole mit Pfefferspray-Kartuschen ist die Rechtslage anders. Diese zählt als Anscheinswaffe und darf daher nicht offen getragen werden.

Alle Abwehrsprays, die Sie in unserem Shop kaufen können, erfüllen die gesetzlichen Anforderungen und tragen die entsprechenden Kennzeichnungen.

Sollten Sie woanders ein Abwehrspray kaufen, beachten Sie, dass manche Abwehrsprays auch im Ausland verkauft werden. Diese sehen optisch identisch aus, tragen jedoch nur die für das jeweilige Land erforderlichen Kennzeichnungen. Es ist nicht gestattet, ein Pfefferspray nach Deutschland einzuführen, das nicht explizit als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Ein solcher Verstoß gegen das Waffengesetz kann zu einer Strafanzeige führen. Es gab bereits Fälle, in denen Kunden durch unseriöse Verkäufer auf Online-Plattformen Pfeffersprays ohne die, in Deutschland notwendige Kennzeichnung erhielten, was bei einer Kontrolle rechtliche Konsequenzen hat.

Im Auto: Es ist erlaubt, ein Pfefferspray im Auto mitzuführen. Wichtig dabei ist jedoch, dass es sicher und korrekt transportiert wird, um Risiken zu minimieren. Falls die Spraydose durch unsachgemäße Lagerung beschädigt wird oder unbeabsichtigt auslöst, birgt es das Risiko mit, dass Sie unfähig werden am Straßenverkehr teilzunehmen und möglicherweise einen Unfall verursachen. Transportieren Sie ein Pfefferspray im Auto daher am besten in der geschlossenen Tasche, die Sie im Handschuhfach sicher verstauen.

Was bedeutet die Bezeichnung RSG?

RSG steht für "Reizstoff-Sprühgerät". Diese Bezeichnung umfasst verschiedene Arten von Verteidigungssprays, die Reizstoffe wie Pfefferspray (OC-Spray), Tränengas (CS-Gas) oder CN-Gas (Chloracetophenon) enthalten können. Der Begriff RSG wird oft im Kontext von polizeilicher oder privater Sicherheitsausrüstung verwendet und hebt die Funktionalität dieser Geräte als Mittel zur Distanzverteidigung hervor. Die Auslösung eines Reizstoffes, der die Augen, Atemwege und die Haut stark reizt, ermöglicht es dem Anwender, sich aus gefährlichen Situationen zurückzuziehen oder Hilfe zu holen.

RSG können nach technischer Richtlinie (TR) für den Einsatz für Behörden zertifiziert werden. Dazu müssen diese bestimmte Kriterien erfüllen, wie zum Beispiel einen begrenzten Streukreis nach einer vorgegebenen Meteranzahl. Diese zertifizierten RSG Pfeffersprays können dann auch von Beschaffungsstellen der Polizei oder Behörden eingekauft werden. Dieses trifft zum Beispiel auf das 125 ml RSG Pfefferspray von Ballistol zu.

Es gibt aber auch RSG Pfeffersprays, die zertifiziert sind und nur an Beschaffungsstellen der Polizei oder Behörden mit entsprechender Befugnis geliefert werden dürfen. Sie sind nicht frei verkäuflich, da sie als verbotene Waffen unter das deutsche Waffengesetz (WaffG) fallen. Solche Pfeffersprays bieten wir Ihnen daher in unserem Shop nicht an.

Holster für Pfeffersprays: immer griffbereit in jeder Situation

Für den schnellen und sicheren Zugriff ist die Aufbewahrung von Pfefferspray in einem speziellen Holster unerlässlich. Holster ermöglichen es, das Spray stets griffbereit zu haben, ohne es direkt in der Hand halten zu müssen. Sie tragen dazu bei, in einer Notsituation wertvolle Sekunden zu gewinnen. Sie ermöglichen es Ihnen Ihr Pfefferspray zum Beispiel auch beim Joggen ungestört zu tragen.

Notwehr und Selbstverteidigung: Ihr Recht auf Schutz

In Notwehrsituationen ist der Einsatz von Pfefferspray gegen Angreifer legal und kann eine effektive Methode sein, um sich oder andere zu schützen.

Als Notwehr, bei denen die körperliche Unversehrtheit oder das Leben einer Person bedroht ist, erlaubt das Gesetz, das man sich im Sinne der Verhältnismäßigkeit mit Gegenständen jeder Art verteidigen darf. Hierzu zählt dann auch ein Pfefferspray, welches nicht gegen Menschen eingesetzt werden darf. Wichtig ist, dass der Einsatz verhältnismäßig und als letztes Mittel erfolgt, wenn keine andere Möglichkeit zur Abwehr besteht.

Allerdings ist in der Rechtspraxis zu beobachten, dass die Bewertung von Notwehr durch Staatsanwaltschaften und Gerichte variieren kann. Entscheidungen der Justiz sind nicht immer vorhersehbar, was bei Betroffenen zu Unsicherheiten bezüglich des Ausgangs rechtlicher Auseinandersetzungen führen kann.

Wirkung von Pfefferspray: Was ist Oleoresin Capsicum (OC)?

Durch den Einsatz von Capsaicin ist Pfefferspray ist ein effektives Selbstverteidigungsmittel. Der Capsaicin Wirkstoff wird aus dem Harzöl von Chilli- und Paprika-Pflanzen gewonnen. Die Abkürzung „OC“ steht daher für den Wirkstoff: Oleoresin Capsicum. Der angegebene OC-Wert liegt bei guten Pfeffersprays bei 10 Prozent und höher. Bei Kontakt verursacht es ein intensives Brennen, sowie vorübergehende starke Sehbeeinträchtigung und Atembeschwerden. Dies verschafft dem Opfer Zeit, um sich vor dem Angreifer in Sicherheit zu bringen. Die nicht letale Wirkung macht Pfefferspray zu einer bevorzugten Wahl zur Selbstverteidigung.

Pfeffer ist in Pfefferspray nicht enthalten. Der Begriff "Pfefferspray" ist daher eigentlich irreführend. Diese Bezeichnung resultiert aus einem Übersetzungsfehler aus dem Englischen, wo das Wort "pepper" sowohl "Pfeffer" als auch "Paprika" bedeuten kann. Tatsächlich basieren diese Abwehrsprays nur auf dem Capsaicin.

Die Schärfe von Chilischoten wird in Scoville-Einheiten gemessen, abgekürzt als SHU (Scoville Heat Units). Pfeffersprays weisen aufgrund ihrer hohen Konzentration an Capsaicin Werte von über 2 Millionen Scoville auf. Zum Vergleich: Eine scharfe Tabascosauce erreicht lediglich einen Wert von etwa 50.000 Scoville.

So wirkt das Abwehrspray mit dem Inhaltsstoff Capsaicin auf Angreifer:

Verschiedene Arten von Pfefferspray: Strahl, Nebel, Gel

Pfefferspray Sprühnebel Reichweite
Reichweite von Ballistol Pfefferspray Fog (Sprühnebel)

Pfeffersprays gibt es in verschiedenen Ausführungen, jede mit ihren spezifischen Vorteilen. Sprays mit einem gerichteten Strahl bieten eine hohe Reichweite und Präzision, ideal für gezielte Einsätze. Die Reichweite beträgt je nach Hersteller zwischen 4 und 4,5 Meter. Nebel-Sprays hingegen erzeugen eine Wolke, die leichter trifft und für die Abwehr mehrerer Angreifer geeignet ist. Hier liegen die Reichweiten bei ca. 3 Metern. Pfefferspray Gel erzeug ebenfalls einen Strahl. Allerdings verbreitet sich der Wirkstoff weniger in der Luft. Bei einer geringeren Distanz, ist das Risiko größer, bei starkem Gegenwind selbst etwas abzubekommen.

Wie wählt man das richtige Pfefferspray aus?

Die Auswahl des richtigen Pfeffersprays hängt von persönlichen Präferenzen und der Umgebung ab. Es gilt, Faktoren wie Reichweite und Sprühmuster zu berücksichtigen, um das Produkt zu finden, das am besten zu den individuellen Sicherheitsbedürfnissen passt.

Vorteile Nachteile
Strahl / Jet Aufgrund seiner hohen Reichweite eignet es sich zur Abwehr auf größerer Distanz. Es kann zielgenau eingesetzt werden. So können Sie zum Beispiel bei einem Hundespaziergang nur den angreifenden Hund besprühen, um diesen von seinem Vorhaben abzuhalten und zu vertreiben. In einer Gefahrensituation müssen Sie trotz Aufregung treffen.
Nebel / Fog Der breite Sprühnebel erzeugt eine regelrechte „Wand“ zwischen Ihnen und dem Angreifer. Sie müssen nicht genau treffen und können sich in einer Notsituation gleichzeitig vor mehreren Angreifern schützen. Die Partikel des Wirkstoffes verteilen sich breit in der Umgebung. Für den Einsatz in einem geschlossenen Raum oder bei starkem Gegenwind ist es nicht geeignet. Dabei riskieren Sie auch selbst etwas abzubekommen. Bei der Verwendung im Freien sollten Sie daher unmittelbar nach dem Sprühen in die gegengesetzte Richtung laufen.
Gel Der Reizstoff verteilt sich nicht so stark in der Umgebungsluft. Es ist daher für den Einsatz in Räumen besser geeignet als ein Nebelspray. Auch bei starkem Gegenwind ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie selbst etwas abbekommen gering. Sie müssen ebenfalls mit dem Strahl treffen. Im Vergleich zu den anderen Pfeffersprays ist es teurer.

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